Zeche Zollern II/IV, Dortmund Bövinghausen

Geschichte:

1898

Beginn der Abteufarbeiten der Schachtes II, der ursprünglich nur Wetterschacht für die benachbarte Anlage Zollern I werden sollte, aber wegen der Entdeckung vielversprechender Fettkohleflöze zum Förderschacht wird.

1898-1910 Bau der Tagesanlagen Zollern II/IV.
1900-1902 Abteufen des Wetterschachtes Zollern IV.
1902 Aufnahme der Förderung.
1904-1918 Betrieb einer Kokerei auf der Anlage Zollern II/IV.
1931 Erstmals droht die Schließung der als unrentabel geltenden Zeche.
1935 Erweiterung und Modernisierung der Zeche durch eine veränderte wirtschaftspolitische Lage nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten.
1955 Einstellung der Förderung, Weiterbetrieb zur Seilfahrt.
1966 Endgültige Stilllegung der Zeche.

Anmerkungen:

Nach der Stilllegung der Zeche Zollern II/IV begannen im Jahre 1969 die Abrissarbeiten, denen die ursprünglichen Fördergerüste und andere Anlagen, wie z.B. der Kühlturm zum Opfer fielen. Engagierten Bürgern und Denkmalschützern ist es jedoch zu verdanken, dass die Abrissarbeiten schließlich schnell gestoppt wurden. Die Maschinenhalle, ein herausragendes Baudenkmal des Jugendstils, wird als erstes industrielles Bauwerk in der Bundesrepublik Deutschland unter Denkmalschutz gestellt. Nachdem in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts vom Deutschen Bergbaumuseum in Bochum einige Erhaltungs- und Restaurierungsmaßnahmen an der Halle durchgeführt wurden, wird im Jahre 1981 die Zeche Zollern Teil des Westfälischen Industriemuseums des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, das im Laufe der Zeit die Außenanlagen restauriert und Exponate zur Ausstellung innerhalb der Räumlichkeiten sammelt. So wird im Jahre 1999 schließlich die Zeche Zollern II/IV offiziell als Museum der Sozial- und Kulturgeschichte des Ruhrbergbaus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Ein Besuch der Zeche lohnt sich sehr, denn die Gebäude befinden sich in einem ausgezeichneten Zustand. Neben der Maschinenhalle existieren weitere architektonisch wertvolle Gebäude auf dem Zechengelände, die ebenfalls besichtigt werden können. Die abgerissenen Fördergerüste (und eine Schachthalle) wurden durch ähnliche Konstruktionen der Zechen Friedrich der Große in Herne und Wilhelmine Viktoria in Gelsenkirchen ersetzt. Eines der Gerüste kann von Besuchern des Museums betreten werden. Von dort aus bietet sich eine tolle Aussicht über Dortmund und die angrenzenden Städte.

Die Zechengebäude wirken zwar sehr steril und daher nur eingeschränkt authetisch, doch dafür findet der Besucher das eine oder andere interessante Exponat. Eine Gastronomie ist im Museumsbereich auch vorhanden.

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