Zeche und Kokerei Minister Stein, Dortmund Eving

Geschichte:

1871: Die Abteufarbeiten für den ersten Schacht beginnen.
1875: Nach starken Problemen mit Wassereinbrüchen beginnt die Aufnahme der Kohleförderung.
1891: Schacht II wird abgeteuft.
1901: Schacht III wird abgeteuft.
1926: Über dem neu abgeteuften Schacht IV wird ein Hammerkopf-Förderturm in Stahlbauweise in Betrieb genommen. Der Neubau von zusätzlichen Fördermaschinengebäuden kann durch die Unterbringung der Maschinen im Turm entfallen, wodurch die Kosten reduziert werden können.
1937/38: Die Jahresförderleistung erreicht drei Millionen Tonnen. Die Zeche wird dadurch zu einer der wichtigsten Schachtanlagen Deutschlands.
1987: Am 31. März wird die Zeche als letzte in Dortmund geschlossen.
1999: Das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung zieht in die unterhalb des Förderturms neu errichtete "Bürobank". Zuvor befand sich an dieser Stelle die alte Hängebank mit ihren Seilfahrtsbühnen, die bis zu 70 Personen gleichzeitig den Zutritt zum Förderkorb auf vier Etagen ermöglichte.
2001: Die ehemaligen Kauengebäude werden als Veranstaltungscenter mit Gastronomie eingeweiht.

Anmerkungen:

Von Zeche und Kokerei Minister Stein ist leider insgesamt nicht viel übrig geblieben. Im Einzelnen sind dies der Förderturm über Schacht IV, ein Luftschacht, die Kauen- und Verwaltungsgebäude, die weisse Seite der Kokerei und ein großer Gasometer aus den 30er Jahren. Die noch vorhandenen Teile der Kokerei wurden interessanterweise von der modernen Kokerei Kaiserstuhl bis kurz vor deren Stillegung im Dezember 2000 mitgenutzt. Ein Besuch des Geländes ist, wenn man sich in der Nähe befindet, lohnenswert. Man sollte sich aber etwas beeilen, da die Reste der Kokerei und der recht gut erhaltene Gasometer abgerissen werden sollen. Wann dies genau geschehen soll, ist offenbar nicht ganz klar. Anwohner berichteten mir, dass der Abriss schon lange im Gespräch ist, sich aber ständig verzögert. (Stand 05/2002)

Im ehemaligen Luftschacht Minister Stein V (Am Beisenkamp 19/25) ist heute eine Gaststätte untergebracht.

Nachtrag: Am 10. Mai 2003 wurde der Gasometer Minister Stein durch Sprengung endgültig zerstört. Die noch vorhandenen Gebäude der Kokerei befinden sich im Abriss.

zu den Fotos von 2002

zu den Fotos von der Sprungung 2003