Zeche Hugo, Gelsenkirchen Buer

Geschichte:

1873 Gründung des Bergwerkes Hugo und Beginn des Abteufens von Schacht 1.
1882-85 Abteufen von Schacht 2.
1890 Einführung von elektrischer Beleuchtung auf Hugo 1 und 2.
1891-93 Abteufen von Schacht 3.
1880-96 Insgesamt 21 Tote und zahlreiche Verletzte bei mehreren Schlagwetterexplosionen.
1899-1902 Abteufen von Schacht 4.
1907-09 Abteufen von Schacht 5. 
1911/12  Auf Hugo 1/2 werden die ersten Rutschenbetriebe eingerichtet.
1930 Auf der Schachtanlage Hugo 2 ist eine Kokerei mit 100 Öfen betriebsberiet.
1933/34 Abteufen des Schachtes Hugo Ost.
1935 Ein Bermann findet durch einen Seilriss auf Hugo Ost den Tod.
1939-44 Abteufen des Schachtes Hugo Nord.
1942 Fertigstellung der Kaue Hugo Ost und der Sieberei Hugo 2.
1944 Inbetriebnahme einer neuen Sieberei.
1945 Stilllegung der Kokerei Hugo 2.
1947 Auf der Zeche Hugo wird der erste Hobelbetrieb eingerichtet.
1952 Teile der Tagesanlagen inkl. Kohlenwäsche auf Hugo 1/4 werden abgrissen.
1953-56 Bau einer neuen Kaue auf der Schachtanlage Hugo 2/5.
1957-60 Abteufen des Schachtes 8.
1970/71 Übernahme der Belegschaft der Zeche Graf Moltke.
1974 Über Schacht 2 wird ein neues Fördergerüst installiert. Grubenbrand in 1000 Metern Tiefe.
1983 Abriss der Dampffördermaschinenhalle des Schachtes 5.
1993 Gründung des Verbundbergwerkes Hugo/Consolidation aus den Bergwerken Hugo und Consolidation/Nordstern.
1994 Schließung des Schachtes Hugo Nord.
1996 Grubenbrand auf der Schachtanlage Hugo ohne Verletzte.
1997 Gründung des Verbundbergwerks Ewald/Hugo.
1999 Schacht Hugo 4 außer Betrieb.
2000 Endgültige Stillegung des Bergwerkes Ewald/Hugo am 30. April.
2001 Abriss der Fördergerüste Hugo Ost und Hugo Nord.

Allgemeines:

Nach der Stilllegung des Bergwerkes Hugo gab es zunächst Pläne die Anlage zu erhalten und zu einem (für das Ruhrgebiet sehr wünschenswerten und notwendigen) Besucherbergwerk zu machen. Ein amerikanischer Investor stand bereits in den Startlöchern. Jedoch wollte die RAG keine Garantie für die langfristige Aufrechterhaltung der Wasserhaltung übernehmen und eine vom Besucherbergwerk betriebene Wassehaltung wäre aus Kostengründen nicht möglich gewesen. Auch die Politik hatte offensichtlich nach dem "Machtwechsel" 1999 in Gelsenkirchen kein großes Interesse mehr an dem Projekt Besucherbergwerk und so stand OB Wittke (CDU) nach eigenem Bekunden "nur am Spielfeldrand" und fiel nicht gerade durch persönliches Engagement für das Projekt auf.
Nur am Rande sollte noch erwähnt werden, dass das Bergbaumuseum Bochum gerüchteweise auch erhebliche Bedenken am Besucherbergwerk Hugo angemeldet hatte.
Einige Gebäude der Schachtanlage Hugo 2/5/8 wurden dennoch im Jahre 2002 unter Denkmalschutz gestellt. Im Einzelnen sind dies das Verwaltungsgebäude, die Lohnhalle, die Waschkaue, die Lampenstube und das Gesundheitshaus. Darüber hinaus die Schachthalle, das Fördergerüst und die Maschinenhalle mit Fördermaschine des Schachtes 2 und der Förderturm, die Schachthalle mit Hängebank, Wagenumlauf und Wipperanlage des Schachtes 8. Auch die Sieberei und der Rohkohlenbunker sollen erhalten werden.
Dies hört sich zunächst recht viel an, ist aber nur ein Teil dieser riesigen Schachtanlage. Der nicht genannte Rest befindet sich bereits seit Ende 2002 im Abriss.
In letzter Zeit konnte man lesen, dass der Denkmalschutz für Teile der Schachtanlage Hugo noch nicht gesichert ist. Es wurde ein Einspruch gegen die Erhaltung der Schachtanlage erhoben und so prüfen momentan mehrere Behörden, was nun wirklich mit den Gebäuden geschehen soll. Die Angelegenheit bleibt spannend.
Eine sehr informative Seite zur Zeche Hugo findet sich hier.
Stand: 1/2003.

zu den Fotos der Schachtanlage Hugo 2/5/8