Zeche Ewald, Herten

Geschichte:

1871 Die Zechengewerkschaft Ewald wird gegründet.
1872

Beginn der Teufarbeiten am Schacht 1. 

1877 Beginn der Kohlenförderung.
1884 Schacht Ewald 1 ist mit 624 Meter Teufe der tiefste Schacht im Ruhrgebiet. 
1888 Beginn der Teufarbeiten am Schacht 2 und Inbetriebnahme der Ziegelei Ewald. 
1895 Beginn der Teufarbeiten an den Schächten 3 und 4 in Gelsenkirchen Resse. 
1899 Inbetriebnahme von Wäsche und Kraftwerk. 
1902 Durch das Reißen eines Förderseils stürzen zwei Förderkörbe in die Tiefe. 
1907/11 Beginn der Teufarbeiten an den Schächten 5 und 6.
1913-14 Auf der Schachtanlage 1/2 wird kurzzeitig eine Kokerei betrieben, die unmittelbar wieder abgebaut und auf der Zeche Ewald Fortsetzung nochmals aufgebaut wird.
1922 Grubenbrand auf Ewald 3/4.
1923 Ein Seilriss auf Ewald 1/2 fordert drei Todesopfer.
1941-49 Abteufen des neuen Zentralförderschachtes 7.
1955 Einstellung der Förderung auf der Schachtanlage 3/4.
1971 Ein Strebbruch fordert sieben Todesopfer.
1974 Verbund mit der Zeche Recklinghausen.
1989 Verbund mit der Zeche Schlägel und Eisen.
1997 Verbund mit der Zeche Hugo.
2000 Endgültuge Stillegung der Zeche Ewald.

Anmerkungen:

Von der Schachtanlage Ewald 1/2/7 sind zur Zeit noch zahlreiche Gebäude erhalten. Daran wird sich hoffentlich auch bis auf weiteres nichts ändern, da nennenswerte Teile der Anlage unter Denkmalschutz gestellt wurden. Im Einzelnen sind dies das Verwaltungsgebäude, die Kaue, das Magazin, die Elektrowerkstatt, die Heizzentrale, die Fördergerüste über den Schächten 2 und 7 und der Malakowturm über Schacht 1.
Die ehemalige Kohlenaufbereitung und die drei riesigen Kohletürme (46 Meter hoch) wurden jedoch bereits abgerissen.
Auf dem Ewald-Gelände sollen voraussichtlich auf längere Sicht neue Gewerbebetriebe unter Einbeziehung vorhandener Gebäude angesiedelt werden. Ein endgültiges Konzept existiert jedoch noch nicht.
Stand: 1/2003

Fotos von der Schachtanlage Ewald 1/2/7