Zeche Consolidation in Gelsenkirchen

Geschichte:

1863/64: Abteufen des Schachtes 1.
1865: Aufnahme der Förderung.
1869-71: Abteufen des Schachtes 2.
1871-73: Abteufen des Schachtes 3 und Errichtung zusätzlicher Tagesanlagen im Bereich dieses Schachtes. Aufnahme der Förderung in der Anlage Consolidation 3.
1875: Abteufen eines Luftschachtes, später Schacht 5 genannt.
1880: Die Sieberei auf Schacht 1 wird durch einen Brand zerstört und anschließend wieder aufgebaut.
1883: Bau einer Kokerei mit 50 Öfen auf Consolidation 1.
1886: 56 Tote und 8 Verletzte bei einer Kohlenstaubexplosion auf Schacht 2.
1889/90: Bau einer Kokerei auf der Schachtanlage 3
1893-95: Abteufen des Wetterschachtes 4. 1893 geht auf Schacht 1 eine neue Wäsche in Betrieb.
1897-1902: Abteufen und Inbetriebnahme des Schachtes 6.
1906-12: Abteufen und Inbetriebnahme der Schächte 7 und 8. 
1922:
Übernahme der Bergwerksaktiengesellschaft Consolidation durch die Mannesmann Röhrenwerke AG. Gründung eines Verbundes mit der Zeche Unser Fritz in Wanne.
1924: Inbetriebnahme des Schachtes 9, dessen Abteufung bereits 1915 begonnen hatten, aber zwischenzeitlich ruhten.
1928: Stilllegung der Schachtanlage 2/7 (und Unser Fritz 1/4).
1938: Auf der Schachtanlage 3/4/9 entsteht eine neue Kokerei mit 80 Öfen. Schacht 2 wird nach einem Grubenbrand vorübergehend mit Sand verfüllt.
1942: Inbetriebnahme einer Kohlenwäsche auf Consolidation 1/6.
1944: Schwere Bombenangriffe auf die Zeche mit erheblichen Zerstörungen finden statt. Die Verwaltung wird zeitweise nach unter Tage verlegt.
1945/46: Verfüllung von Schacht 5.
1952: Gründung der Consolidation Bergbau AG in Folge der Entflechtung der Mannesmann Röhrenwerke AG.
1953: Auf Consolidation 1/6 geht eine weitere Koksofen-Batterie in Betrieb.
1955: Die Consolidation Bergbau AG wird zur Essener Steinkohlenbergwerke AG.
1967: Einstellung der Förderung und Stillegung der Kokerei auf der Schachtanlage Consolidation 1/6.
1975: Abriss von Kohlentürmen, Wäsche und Aufbereitung auf Consolidation 1/6.
1976: Inbetriebnahme einer 87 Meter hohen Turmförderanlage über Schacht 3.
1984: Grubenunglück mit 5 Todesopfern am 17. Februar.
1988: Verbundbergwerk zusammen mit dem Bergwerk Nordstern (Gelsenkirchen).
1993: Einstellung des Betriebes des Bergwerks Consolidation.
1995: Beginn der Abbrucharbeiten auf Consolidation 3/4/9.
2001: Abbruch von Schacht 6.

Anmerkungen:

Von der ehemaligen Schachtanlage Consolidation 3/4/9 sind noch einige Tagesanlagen erhalten. Dies sind das alte Kraftwerk, das heute der STEAG gehört, das Lüftermaschinengebäude, der Förderturm und das Schachtgebäude von Schacht 4 und das Doppelbock-Fördergerüst, die Hängebank und die Maschinenhäuser von Schacht 9.
Im Lüftermaschinengebäude ist heute das Consoltheater untergebracht. Darüber hinaus wurden am Schachtgebäude von Schacht 4 im Jahre 2002 umfangreiche Umbauarbeiten, mit dem Ziel ein Musikprobenzentrum zu schaffen, begonnen.
Im südlichen Maschinenhaus von Schacht 9 soll in Zukunft eine Dauerausstellung mit dem Charakter eines kleinen lokalen Bergbaumuseums entstehen. Dies ist dem Initiativkreis Bergwerk Consolidation e.V. zu verdanken, der sich auch um die Pflege der noch an Ort und Stelle befindlichen Dampfmaschine kümmert. Diese Maschine, die größte, die von der Gutehoffnungshütte je gebaut wurde, soll zukünftig mit Hilfe von Druckluft regelmäßig wieder in Betrieb genommen werden. Die noch existierenden Gebäude des Schachtes 9 stehen mitlerweile unter Denkmalschutz.
Das Doppelbock-Fördergerüst über Schacht 9 wird nachts angestrahlt.

zu den Fotos von Consolidation 3/4/9